3E - Erneuerbare Energien Eglisau
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Balkonkraftwerk: Ihr Projekt fürs 2026?

Ein Balkonkraftwerk ist eine kompakte Mini-Solaranlage, die für die einfache Nutzung auf dem Balkon, der Terrasse oder an der Hausfassade konzipiert ist. Sie produziert klimafreundlichen Strom, der direkt über eine normale Steckdose in das eigene Haushaltsnetz eingespeist wird.
Hier ist eine Übersicht zu Funktion, Nutzen, Eignung sowie den Vorschriften und Kosten in der Schweiz:


☀️ Was ist ein Balkonkraftwerk

Ein Balkonkraftwerk besteht üblicherweise aus einem bis zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Die Module fangen das Sonnenlicht ein und erzeugen Gleichstrom. Der Wechselrichter wandelt diesen in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Über ein Anschlusskabel wird das System direkt mit einer Aussensteckdose verbunden (Plug & Play).


🔋 Was das bringt

  • Stromkosten senken: Der produzierte Strom fliesst direkt zu den eingeschalteten Elektrogeräten wie Kühlschrank, Router oder Standby-Geräten. Dadurch muss weniger Strom vom teuren Netzanbieter bezogen werden.
  • Grundlast abdecken: Die Anlage kann ca. 10 bis 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs eines Haushalts decken. Im Schweizer Mittelland erzeugt ein Standardsystem jährlich etwa 550 bis 650 kWh Strom, was bei aktuellen Strompreisen eine Ersparnis von rund 140 bis 180 Franken pro Jahr bringt.
  • Klimaschutz: Sie erzeugen Ihren eigenen, sauberen Solarstrom und reduzieren Ihren CO₂-Fussabdruck.


🏢 Für wen ist es geeignet

Die Mini-Anlagen sind ideal für Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungseigentümer, die keine eigene Grossanlage auf einem Hausdach installieren können. Einzige Voraussetzungen sind ein sonniger Balkon (idealerweise nach Süden, Südwesten oder Südosten ausgerichtet) und eine freie Aussensteckdose.


📋 Die Vorschriften in der Schweiz

In der Schweiz gelten strenge, aber unkomplizierte Regeln des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI):

  • 600-Watt-Grenze: Die maximale Einspeiseleistung des Wechselrichters darf höchstens 600 Watt betragen. Die Solarmodule selbst dürfen mehr Leistung haben (z. B. 800 Watt Peak), damit auch bei Bewölkung genug Strom fliesst.
  • Meldepflicht statt Bewilligung: Es ist keine teure Baubewilligung nötig. Sie müssen die Anlage jedoch vor der Inbetriebnahme schriftlich bei Ihrem lokalen Netzbetreiber (z. B. der EKZ oder IWB) mittels einer Konformitätserklärung des Herstellers anmelden.
  • Sicherheit: Die Steckdose muss über einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) abgesichert sein. Bei modernen Schweizer Aussensteckdosen ist dies ohnehin Standard.
  • Vermieter-Erlaubnis: Da die Module meistens fest am Balkongeländer montiert werden, sollten Mieter vorab die Erlaubnis des Vermieters einholen (wegen der Optik und der Sturmsicherheit).

💰 Was es kostet

Die Anschaffungspreise variieren je nach Qualität und Leistung der Komponenten: 

Einsteigerpakete (1 Modul) mit ca. 400 Wp gibt es ab CHF 300 - CHF 500, Standardsysteme mit 2 Modulen (600 - 800 Wp) kosten  CHF 500 - CHF 1'200.
Ein System mit Speicher und 600–800 Wp ist für ca. CHF 1'800.– bis CHF 2'500.– zu haben.

Zusatzkosten: Falls eine neue Halterung (ca. CHF 100.– bis 250.–) benötigt wird oder der Elektriker die Aussensteckdose anpassen muss, können geringe Extrakosten anfallen. Ein eventueller Zähleraustausch durch den Netzbetreiber auf einen modernen Smart Meter ist für Sie in der Regel kostenlos.
Durch die Stromersparnis amortisiert sich ein klassisches System meist nach 6 bis 8 Jahren.


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